“Sanieren und Sparen statt übertriebener Energiekennzahlen!”
Schwerpunkte der Wohnbauförderung bei der Energiesparmesse in Wels =
Gemäß der 15a-Vereinbarung zwischen Bund und Ländern gilt ab 1. Jänner 2012 eine Mindesterfordernis bei den Energiewerten für eine Förderung von 36 KW/h. Die mit 1. Jänner 2011 in Kraft tretende oberösterreichische Eigenheimverordnung überbietet dieses Erfordernis sogar mit einem Energiekennwert von 30 KW/h. „Dieser Wert kann lediglich über kontrollierte Wohnraumlüftung – also Niedrigstenergiestandard – erreicht werden. Die bislang geltenden 45 KW/h stellen ohnehin schon einen Niedrigenergiestandard dar.“ Dies erklärte heute der freiheitliche Wohnbaulandesrat Dr. Manfred Haimbuchner im Zuge der offiziellen Eröffnung der Energiesparmesse in Wels. *****
“Die 15a-Vereinbarung und die Eigenheimverordnung würden einem Produkt eine Monopolstellung einräumen und andere energiesparende Typen benachteiligen. Dagegen sprechen sich sowohl die Bauwirtschaft als auch die Wohnbauförderung aus. Der Bürger muss weiterhin die Wahlfreiheit haben sich für verschiedene Arten des Energiesparens entscheiden zu können. Natürlich auch für den geförderten Niedrigstenergiestandard, also 30 oder 36 KW/h, wenn dies gewünscht und leistbar ist. Aber auch der Niedrigenergiestandard, also 45 KW/h, müssen weiterhin gefördert werden. Wir dürfen nicht päpstlicher sein als der Papst. Dahingehend werden auf Initiative der Wohnbauförderung hin politische Verhandlungen geführt werden“, kündigte Haimbuchner an.
Auch dürfe punkto Maßnahmen zur Verringerung von Energiekosten der Bereich der thermischen Sanierung nicht übersehen werden. „Hier liegt ein viel größeres Potential als bei übertriebenen Kennzahlen“, zeigte der FP-Wohnbaulandesrat auf. Durch thermische Sanierung sei es möglich, die Kennwerte von 200 KW/h auf 50 KW/h zu verringern. „Damit werden Einsparungen in Höhe von 150 KW/h erzielt, anstatt 15 KW/h bei einer Senkung der Vorgaben von 45 auf 30 KW/h“, betonte Haimbuchner abschließend, dass dies im Interesse der Bauwirtschaft und der Bürger sei. „Für diese müssen wir die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen.“ (schluss) bt